[Rezension] Die weißen Lichter von Paris – Theresa Révay

weißen lichter von paris

Kurzinfo:

Verlag: Goldmann………………Erscheinungsjahr: 2009

Autor: Theresa Révay………………Genre: Roman/ Liebesroman

Seiten: 576………………Preis: 8,95 EUR

Inhalt: Paris in den 20er Jahren: Gräfin Xenia trägt die russische Seele in ihrem Gesicht – stolz, geheimnisvoll, berückend schön. Ein einzigartiges Gesicht in der glamourösen Modewelt, das auch der deutsche Fotograf Maximilian nicht vergessen kann. Xenia aber flieht vor ihren Gefühlen, zu sehr haben Trauer, Armut und Leid ihr Leben geprägt, seit sie vor der Revolution aus Russland fliehen musste. Jahre später begegnen sich die beiden unter dramatischen Umständen wieder. Wird Xenia erkennen, dass es die große Liebe nur einmal im Leben gibt?

Leidenschaft und bewegendes Schicksal in der dramatischsten Epoche des 20. Jahrhunderts.

Autorenportrait: Die Autorin Theresa Révay ist in Paris geboren und aufgewachsen. An der Sorbonne hat sie dann auch französische Literatur studiert. ‚Die weißen Lichter von Paris‘ ist ihr dritter Roman, der ins deutsche übersetzt wurde. Sie schreibt sogar an einer Fortsetzung.

Meine Meinung: Ich hatte das Buch schon länger in meinem Regal stehen und habe es nie angefangen. Vielleicht lag es an der Anzahl der Seiten, vielleicht war auch noch nicht die richtige Zeit… Im Herbst hatte ich es dann endlich angefangen und ich muss sagen, es ist wirklich toll, wunderschön geschrieben.

Die Flucht aus Russland, die Reise in ein neus Leben, die Ankunft in Paris, ihr anfangs schweres Leben in der Stadt der Liebe…all das erträgt Xenia mit Würde und meckert kein einziges Mal rum. Sie nimmt es an und versucht das Beste daraus zu machen. Viele Schicksalsschläge nimmt sie hin, erträgt sie und verschließt auch ihre Gefühle und Empfindungen immer mehr in sich. Ein, zumindest materiell gesehen, besseres Leben stellt sich ein, als sie als Mannequin entdeckt wird. Und auch ihrer ersten großen Liebe Max begegnet sie und taut so ein wenig auf. Diese Liebe verliert sie aber wieder auf Grund ihrer sturen, stolzen und verschlossenen Persönlichkeit. Weil sie sich ihre Gefühle nicht eingestehen will, heiratet sie, schwanger von Max, einen anderen Mann. Doch Max und ihre Wege kreuzen sich im Laufe der Geschichte wieder…

Die Schauplätze sind von der Autoren einfach toll beschrieben. Das Paris mit seinen Armenviertel und den darin lebenden Exil-Russen. Auch Berlin und die geschichtliche Entwicklung als Hitler an die Macht kommt und die voranschreitende Judenvertreibung werden von der Autorin so beschrieben, als würde man es miterleben. So erleben wir die Russische Revolution, die Weltwirtschaftskrise, das Dritte Reich und den Zweiten Weltkrieg. Historisch belegte Personen und gute Recherche machen das Buch zu einem wirklich tollen Roman, der besser und spannender als jeder Geschichtsunterricht ist. Und eingebettet in diesem Geschichtsmaterial ist die wundervolle Liebesgeschichte von Xenia und Max.

Mein einziger Kritikpunkt ist, dass die Geschichte auf den letzten 50 bis 100 Seiten sehr schnell abgehandelt wurde. Ich hatte das Gefühl, dass das Buch schnell fertig werden musste…ABER dafür gibt es noch eine Fortsetzung: ‚Der Himmel über den Linden‘. Und diesen Roman muss ich bald auch noch lesen, da ich vom ersten Teil so begeistert war :)

Fazit/ Bewertung: Eine große Liebe zu Zeiten des Dritten Reiches und des Zweiten Weltkrieges!

4 punkte

4 von 5 Punkten

eure franny_dünn

Quellennachweis: www.randomhouse.de

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2 Comments

  1. Dieses Buch gewinnt in der heutigen Zeit außerordentlich an Aktualität. Ich fand es zum Teil richtig beklemmend weiterzulesen. Die Parallelen zu heute sind unverkennbar. Ich gewinne zunehmend den Eindruck, dass sich Geschichte wiederholt. Auch heute gibt es Millionen von Flüchtlingen, Rechtsdruck und überall Kriege. Dann noch der Trump, der EXIT von Großbritannien und das Bestreben der Rechten in Frankreich, aus der Nato auszusteigen. Das ist alles sehr beänstigend.

    1. Ja, das stimmt…ich habe das Buch zwar schon vor ein paar Jahren gelesen, aber im Nachhinein betrachtet, wird die Geschichte wieder um ein vielfaches aktueller… Mein Geschichtslehrer hat uns mal die gesamte Weltgeschichte als Spirale an die Tafel gemalt…alles wiederholt sich: Kriege, Flucht, politische Entscheidungen…nur das es geografisch immer ein wenig verschoben ist.

      Danke für deinen Kommentar. :)

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