[Rezension] Julia – Anne Fortier

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Kurzinfo:

Verlag: Fischer Taschenbuch Verlag………………Erscheinungsjahr: 2011

Autor: Anne Fortier………………Genre: Roman/Liebesgeschichte/Abenteuer

Seiten: 634………………Preis:9,99 EUR (Taschenbuch)

Inhalt: „Das Geheimnis um die größte Liebesgeschichte der Welt: Romeo und Julia.
Ein altes Buch lockt die junge Amerikanerin Julia nach Italien: es ist die Urfassung des Romeo-und-Julia-Stoffes und es handelt von den verfeindeten Familien Tolomei und Salimbeni in Siena. Völlig überrascht stößt Julia auch auf die Warnung ihrer verstorbenen Mutter: bis heute liege ein Fluch auf den Familien – und damit auch auf ihr. Denn ihr wahrer Name ist Giulietta Tolomei. Auf der Suche nach ihrem Erbe spürt Julia, dass sie beobachtet und verfolgt wird. Während Siena dem Palio entgegenfiebert, gerät sie in höchste Gefahr. Wird der Fluch der Vergangenheit auch ihr zum Schicksal?“

Autorenportrait: Anne Fortier ist in Dänemark aufgewachsen und promovierte dort im Fach Ideengeschichte. Ihren Mann lernte sie in Oxford kennen und zusammen zogen sie nach Amerika. Sie arbeitete bereits als Co-Produzentin bei Dokumentarfilmen und lehrte Philosophie und Europäische Geschichte an verschiedenen Unis.

Seit ihrer Kindheit ist sie fasziniert von Shakespeares Julia. Für das Buch forschten sie und ihre Mutter in Sienas Museen und Archiven.

Erster Satz:

„Angeblich war ich tot.“ (Prolog)

„Es dauerte eine Weile, bis ich wusste, wo ich anfangen sollte. (Erstes Kapitel)

Meine Meinung: Ich bin begeistert! Als erstes hatte ich das Buch in der Bibliothek entdeckt, hab es aufgeschlagen und die ersten drei Sätze gelesen und konnte es kaum noch erwarten, es zu Hause zu lesen. Ich hatte mich sooo riesig drauf gefreut, es endlich in die Hand nehmen, aufschlagen und lesen zu können. Und ich wurde nicht enttäuscht! :) Die Geschichte bietet die große Liebe und auch Abenteuer durch eine Schatzsuche. Die Geschichte wird auch nie langweilig, da es immer wieder neue Geheimnisse gibt, die ans Tageslicht kommen und immer wieder neue Verwicklungen und Intrigen, in die die Protagonistin gerät.

Julia Jacobs bzw. Giulietta Tolomei ist Mitte Zwanzig und hat in ihrem Leben bisher nicht wirklich viel erreicht und schlägt sich mit Gelegenheitsjobs durch. Sie ist immer woanders und nirgends lange. Doch dann steht plötzlich der Haushälter ihrer Tante, bei der sie aufgewachsen ist, vor ihr und sagt ihr, dass ihre Tante Rose gestorben sei. Bei der Testamentsverkündung muss sie dann feststellen, dass ihre gehasste Zwillingsschwester das Haus der Tante erbt und sie leer ausgeht. Doch Umberto, der Haushäter ihrer Tante, übergibt ihr heimlich einen Brief von Tante Rose, in dem sie von einem Schatz ihrer Mutter in einem Bankschließfach in Siena/Italien erfährt und dass ihr eigentlicher Name Giulietta Tolomei sei. Umberto ermuntert sie nach Italien zu fliegen und diesen Schatz zu finden. Doch als sie in Italien ankommt und die Bank aufsucht, bekommt sie nur eine kleine Kiste mit Papieren und einer alten Ausgabe von Romeo und Julia. Kein Geld, keine Diamanten, nichts, was Giulietta verwerten könnte. Doch dann schaut sie sich die Papiere näher an und entdeckt, dass es sich dabei größtenteils um ältere Versionen von Shakespears Romeo und Julia handelt. Auch einige Briefe von ihrer Mutter an eine Pia Tolomei. Sie begibt sich also auf die Spuren ihrer Mutter und ihrer Familie und stolpert dabei von einem zum nächsten Abenteuer. Sie entdeckt dabei die wahre Geschichte um Romeo und Julia und findet sich plötzlich selbst mitten in der Geschichte wieder…

Das Buch ist in Akte und Szenen aufgeteilt und jede Szene beginnt mit einem Zitat von Shakespeare aus Romeo und Julia. Und auch am Anfang des Buches, vor dem Prolog, gibt es ein Zitat von Shakespeare, das in seinem Werk die letzten Worte des Prinzen am Ende des Stückes sind. Und ich finde diese Worte als Anfang sehr gelungen:

„Kommt, offenbart mir ferner, was verborgen:

Ich will dann strafen, oder Gnad‘ erteilen;

Denn niemals gab es ein so hartes Los

Als Juliens und ihres Romeos.“

Die Anzahl der Akte und Szenen stimmt aber nicht mit Shakespeares Werk überein. Whärend Romeo und Julia ein Trauerspiel in fünf Akten ist, ist Julia in zehn Akten geschrieben. Der Schreibstil gefällt mir gut und konnte mich jedesmal aufs neue gefangennehmen. Das Buch beinhaltet zwei Handlungsstränge/ Zeitebenen. So geht es einmal um die Gegenwart, in der Giuletta versucht ihre Vergangenheit zu erforschen und einen Schatz zu finden und dann spielt das Buch noch im 14. Jahrhundert, in der Zeit, in der die wahre Geschichte Romeos und Juliens sich abspielt. Die Gegenwart ist in der Ich-Form geschrieben und die Geschichte aus dem 14.Jh. stammt aus einem Tagebuch.

Fazit/ Bewertung:

Ich war von Anfang an gefesselt und kann nur eine klare Empfehlung Aussprechen. Die Inszenierung ist wundervoll, die Charaktere und die Stadt glaubhaft beschrieben. Ich sag mal: Kauft es, lest es und taucht ab in die wundervolle Geschichte von Romeo und Julia :)

5 punkte

5 von 5 Punkten.

eure franny_dünn

Quellennachweis: www.fischerverlage.de

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