[Rezension] Totenbraut – Nina Blazon

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Inhalt: Ein schrecklicher Fluch.

Man schreibt das Jahr 1731. Für eine Handvoll Gold wird die 14-jährige Jasna von ihrem Vater an einen durchreisenden Gutsherrn verkauft. Der nimmt das Mädchen mit auf seinen Hof weit im Osten. Dort muss Jasna seinen Sohn Danilo heiraten. Schon bald merkt die junge Braut, dass es in der Familie ihres Ehemanns nicht mit rechten Dingen zugeht…

Über die Autorin: Nina Blazon wurde 1969 geboren. Sie studierte in Würzburg und Ljubljana Germanistik und slawische Sprachen. Nach dem Studium unterrichtete sie an mehreren Hochschulen. Heute ist sie freie Journalistin und Autorin und lebt mit ihrem Mann in Stuttgart. Nina Blazons Bücher wurden bereits mehrfach ausgezeichnet, u.a. mit dem Wolfgang-Hohlbein-Preis.

Der erste Satz: „Der fremde klopfte mitten in der Nacht an unsere Tür.“

Meine Meinung: Ein historischer Vampirroman, der doch keiner ist…

Das Vampirthema wird hier historisch von Nina Blazon aufgegriffen. Sie schafft es mit ihrem tollen Schreibstil die Bräuche und den Aberglauben aus dem 18. Jahrhundert in Serbien bildlich darzustellen. Wir erfahren auch was eine ‚Totenbraut‘ ist.

Neben der Zwangsehe, die Jasna mit Danilo eingehen musste, entwickelt sich auch langsam, dezent und glaubwürdig eine Liebesgeschichte zwischen Jasna und einem fahrenden Holzfäller.

Die Geschichte spielt in einer düsteren und geheimnisvollen Atmosphäre. Die Hausgemeinschaft (oder auch Familie) um Danilo verbirgt viele Geheimnisse und Jasna kommt nach und nach dahinter. Doch jedesmal wenn sie ein Geheimnis lüftet, wirkt die Familie noch verschlossener und geheimnisvoller, so bleibt bis zur letzten Seite die Spannung erhalten, denn es gibt vieles, das Jasna entdeckt…

Der Schreibstil der Autorin sehr schön und lebendig. Sie lässt die Worte zu Bildern werden.

Die Charaktere gefallen mir richtig gut. Vor allem Jasna, ihr Mann Danilo und ihr Verehrer Dusan (der Holzfäller). Jasna ist erst 14, aber durch ihre neue Lebenssituation wird sie gezwungen, erwachsen zu werden. Trotz ihrer Angst, ist sie mutig und selbstbewusst und auch sehr intelligent. Sie lässt sich nicht unterkriegen und kämpft immer weiter.
Was für ein guter Charakter Danilo ist, bekommt man erst im Laufe der Geschichte mit.
Und Dusan und Jasna sind zusammen göttlich, sie necken sich, wann immer sie sich sehen… ;)

Fazit/ Bewertung: Eigentlich mag ich nicht so gerne historische Romane, aber dieser hier ist einfach toll geschrieben. Die Geschichte ist geheimnisvoll und sehr empfehlenswert.

4 punkte
4 von 5 Punkten.

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Quelle: ravensburger.de

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