[Rezension] Lucy in the Sky – Paige Toon

Heute nun endlich die Rezension zu ‚Lucy in the Sky‘. Ich habe das Buch schon vor ein paar Tagen ausgelesen. Und ich bin begeistert. =)

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Kurzinfo:

Verlag: Fischer Taschenbuch Verlag………………Erscheinungsjahr: 2008

Autor: Paige Toon………………Genre: Roman/Liebesgeschichte

Seiten: 448………………Preis:8,95 EUR (Taschenbuch)

Inhalt: „Noch bis eben war sich Lucy sicher, glücklich zu sein. Zusammen mit James, einem smarten Anwalt, wohnt sie in einer chicen, kleinen Wohnung in London und hat einen glamourösen Job in einer PR-Agentur. Also keinen Grund, warum die Hochzeit ihrer besten Freundin Molly in Australien und ein zweiwöchiger Urlaub ihr Leben in Frage stellen sollte.
Doch kurz bevor das Flugzeug startet, bekommt Lucy eine SMS von James Handy. Als sie ihr Telefon ausschalten muss, wirft sie schnell noch einen Blick auf die Nachricht. Und mit einem Tastendruck stürzt ihre Welt in ein riesiges Chaos“

Autorenportrait: Paige Toon wuchs als Tochter eines Rennfahrers in Australien, England und Amerika auf. Sie hat sieben Jahre beim Magazin ‚Heat‘ als Redakteurin gearbeitet. Heute ist sie verheiratet und lebt mit ihrer Familie in London. Lucy in the Sky war ihr erster Roman.

Erster Satz:

Ladies und Gentlemen, bitte schnallen Sie sich an, klappen Sie den Tisch vor Ihnen hoch und bringen Sie die Lehne Ihres Sitzes in aufrechte Position.“ (Prolog – Ansage im Flugzeug))

„Ehe ich James anrufen kann, muss ich erst mal durch die Passkontrolle, aber sobald ich da fertig bin und zur Gepäckausgabe laufe, wähle ich seine Nummer. (Erstes Kapitel)

Meine Meinung: 

Ihr steigt in ein Flugzeug und seit die nächsten 24 Stunden nicht erreichbar, bekommt aber kurz davor noch folgende SMS: „Hi Lucy! Habe gerade mit James in deinem Bett geschlafen. Dachte, das interessiert dich vielleicht, 4mal diesen Monat. Hübsche Bettwäsche. Xxx“

Ich glaub, ich würde mehr als durchdrehen…^^

Lucy ist eigentlich glücklich mit James. Sie haben sich eine gemeinsame Wohnung gekauft, James trägt sie auf Händen, die beiden sind einfach glücklich. Außerdem sieht James super aus und ist auch Anwalt. Nur seine Arbeitskollegen kann Lucy nicht wirklich leiden… Dann bekommt sie diese SMS und weiß gar nicht so richtig wie ihr geschieht. Da sie nicht komplett 24 Stunden durchgängig fliegt, sondern einen Zwischenstopp in Singapur hat, ruft sie James von dort an. Er streitet natürlich alles ab und versucht sie zu beruhigen. Er beteuert, er hätte keine Affäre und die SMS müssen seine Kollegen geschrieben haben, als er am Abend davor mit ihnen in einer Bar war und kurz Getränke geholt hatte… Irgendwann glaubt Lucy ihm und setzt sich für die restliche Zeit des Aufenthaltes an den Flughafen-Pool und trinkt Cocktails. Sie trinkt so viele, dass sie doch etwas angterunken ist und fast ihren Weiterflug verpasst. Im Flugzeug denkt sie wieder über die SMS nach und plötzlich wird ihr bewusst, dass James‘ Kollegen gar nichts von ihrer Hübschen Bettwäsche wissen können. Sie ist also wieder total durcheinander, wütend und verursacht einiges an Chaos an Bord. Die Stewardessen sind dann heilfroh, als Lucy in Sydney von Bord geht…

Ich muss sagen, bei dem Klappentext dachte ich, dass die zumindest die meiste Handlung im Flugzeug spielt. Aber hinterher bin ich doch froh, dass es nicht so war. ^^ Die Handlung erstreckt sich über mehrere Monate.

Das ganze Hin und Her mit Lucy’s Gefühlen hat die Autorin wirklich gut dargestellt. Man konnte sich in sie hinein versetzen und mitfühlen. Lucy ist ständig Hin und Her gerissen und so liefern sich ihr Verstand und ihr Herz einen ständigen Kampf. Und so bleibt es auch spannend bis zum Schluss. Ich hab mich auch immer wieder sebst dabei ertappt, wie ich überlegt habe, ob James nun die Wahrheit sagt oder lügt. Und so konnte ich auch Lucy’s Entscheidungen immer wieder nachvollziehen. ^^

Mal sehen, ob mir die anderen Romane von Paige Toon auch so gefallen werden… =) Habt ihr ‚Lucy in the Sky‘ schon gelesen? Und habt ihr auch andere Romane der Autorin gelesen? Erzählt doch mal! =)

Fazit/ Bewertung: Absolute Leseempfehlung für Romantik-Fans! ^^ Spannend bis zur letzten Seite.

5 punkte

5 von 5 Punkten!!!

eure franny_dünn

[Rezension] Julia – Anne Fortier

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Kurzinfo:

Verlag: Fischer Taschenbuch Verlag………………Erscheinungsjahr: 2011

Autor: Anne Fortier………………Genre: Roman/Liebesgeschichte/Abenteuer

Seiten: 634………………Preis:9,99 EUR (Taschenbuch)

Inhalt: „Das Geheimnis um die größte Liebesgeschichte der Welt: Romeo und Julia.
Ein altes Buch lockt die junge Amerikanerin Julia nach Italien: es ist die Urfassung des Romeo-und-Julia-Stoffes und es handelt von den verfeindeten Familien Tolomei und Salimbeni in Siena. Völlig überrascht stößt Julia auch auf die Warnung ihrer verstorbenen Mutter: bis heute liege ein Fluch auf den Familien – und damit auch auf ihr. Denn ihr wahrer Name ist Giulietta Tolomei. Auf der Suche nach ihrem Erbe spürt Julia, dass sie beobachtet und verfolgt wird. Während Siena dem Palio entgegenfiebert, gerät sie in höchste Gefahr. Wird der Fluch der Vergangenheit auch ihr zum Schicksal?“

Autorenportrait: Anne Fortier ist in Dänemark aufgewachsen und promovierte dort im Fach Ideengeschichte. Ihren Mann lernte sie in Oxford kennen und zusammen zogen sie nach Amerika. Sie arbeitete bereits als Co-Produzentin bei Dokumentarfilmen und lehrte Philosophie und Europäische Geschichte an verschiedenen Unis.

Seit ihrer Kindheit ist sie fasziniert von Shakespeares Julia. Für das Buch forschten sie und ihre Mutter in Sienas Museen und Archiven.

Erster Satz:

„Angeblich war ich tot.“ (Prolog)

„Es dauerte eine Weile, bis ich wusste, wo ich anfangen sollte. (Erstes Kapitel)

Meine Meinung: Ich bin begeistert! Als erstes hatte ich das Buch in der Bibliothek entdeckt, hab es aufgeschlagen und die ersten drei Sätze gelesen und konnte es kaum noch erwarten, es zu Hause zu lesen. Ich hatte mich sooo riesig drauf gefreut, es endlich in die Hand nehmen, aufschlagen und lesen zu können. Und ich wurde nicht enttäuscht! :) Die Geschichte bietet die große Liebe und auch Abenteuer durch eine Schatzsuche. Die Geschichte wird auch nie langweilig, da es immer wieder neue Geheimnisse gibt, die ans Tageslicht kommen und immer wieder neue Verwicklungen und Intrigen, in die die Protagonistin gerät.

Julia Jacobs bzw. Giulietta Tolomei ist Mitte Zwanzig und hat in ihrem Leben bisher nicht wirklich viel erreicht und schlägt sich mit Gelegenheitsjobs durch. Sie ist immer woanders und nirgends lange. Doch dann steht plötzlich der Haushälter ihrer Tante, bei der sie aufgewachsen ist, vor ihr und sagt ihr, dass ihre Tante Rose gestorben sei. Bei der Testamentsverkündung muss sie dann feststellen, dass ihre gehasste Zwillingsschwester das Haus der Tante erbt und sie leer ausgeht. Doch Umberto, der Haushäter ihrer Tante, übergibt ihr heimlich einen Brief von Tante Rose, in dem sie von einem Schatz ihrer Mutter in einem Bankschließfach in Siena/Italien erfährt und dass ihr eigentlicher Name Giulietta Tolomei sei. Umberto ermuntert sie nach Italien zu fliegen und diesen Schatz zu finden. Doch als sie in Italien ankommt und die Bank aufsucht, bekommt sie nur eine kleine Kiste mit Papieren und einer alten Ausgabe von Romeo und Julia. Kein Geld, keine Diamanten, nichts, was Giulietta verwerten könnte. Doch dann schaut sie sich die Papiere näher an und entdeckt, dass es sich dabei größtenteils um ältere Versionen von Shakespears Romeo und Julia handelt. Auch einige Briefe von ihrer Mutter an eine Pia Tolomei. Sie begibt sich also auf die Spuren ihrer Mutter und ihrer Familie und stolpert dabei von einem zum nächsten Abenteuer. Sie entdeckt dabei die wahre Geschichte um Romeo und Julia und findet sich plötzlich selbst mitten in der Geschichte wieder…

Das Buch ist in Akte und Szenen aufgeteilt und jede Szene beginnt mit einem Zitat von Shakespeare aus Romeo und Julia. Und auch am Anfang des Buches, vor dem Prolog, gibt es ein Zitat von Shakespeare, das in seinem Werk die letzten Worte des Prinzen am Ende des Stückes sind. Und ich finde diese Worte als Anfang sehr gelungen:

„Kommt, offenbart mir ferner, was verborgen:

Ich will dann strafen, oder Gnad‘ erteilen;

Denn niemals gab es ein so hartes Los

Als Juliens und ihres Romeos.“

Die Anzahl der Akte und Szenen stimmt aber nicht mit Shakespeares Werk überein. Whärend Romeo und Julia ein Trauerspiel in fünf Akten ist, ist Julia in zehn Akten geschrieben. Der Schreibstil gefällt mir gut und konnte mich jedesmal aufs neue gefangennehmen. Das Buch beinhaltet zwei Handlungsstränge/ Zeitebenen. So geht es einmal um die Gegenwart, in der Giuletta versucht ihre Vergangenheit zu erforschen und einen Schatz zu finden und dann spielt das Buch noch im 14. Jahrhundert, in der Zeit, in der die wahre Geschichte Romeos und Juliens sich abspielt. Die Gegenwart ist in der Ich-Form geschrieben und die Geschichte aus dem 14.Jh. stammt aus einem Tagebuch.

Fazit/ Bewertung:

Ich war von Anfang an gefesselt und kann nur eine klare Empfehlung Aussprechen. Die Inszenierung ist wundervoll, die Charaktere und die Stadt glaubhaft beschrieben. Ich sag mal: Kauft es, lest es und taucht ab in die wundervolle Geschichte von Romeo und Julia :)

5 punkte

5 von 5 Punkten.

eure franny_dünn

Quellennachweis: www.fischerverlage.de

[Rezension] Der Junge im gestreiften Pyjama – John Boyne

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Kurzinfo:

Verlag: Fischer KJB………………Erscheinungsjahr: 2006

Autor: John Boyne………………Genre: Roman/ Kinder- und Jugendbuch

Seiten: 272………………Preis: 7,95 EUR

Inhalt: Eine Inhaltsangabe wird zu diesem Buch, wie sonst üblich, nicht gegeben. Der Fischer-Verlag schreibt zum Inhalt folgendes:

„Die Geschichte von »Der Junge im gestreiften Pyjama« ist schwer zu beschreiben. Normalerweise geben wir an dieser Stelle ein paar Hinweise auf den Inhalt, aber bei diesem Buch – so glauben wir – ist es besser, wenn man vorher nicht weiß, worum es geht.

Wer zu lesen beginnt, begibt sich auf eine Reise mit einem neunjährigen Jungen namens Bruno. (Und doch ist es kein Buch für Neunjährige.) Früher oder später kommt er mit Bruno an einen Zaun.

Zäune wie dieser existieren auf der ganzen Welt.“

Autorenportrait: John Boyne wurde geboren und lebt in Irland. Er hat bereits zehn Romane geschrieben, die auch insgesamt in über 4o Sprachen übersetzt wurden. ‚Der Junge im gestreiften Pyjama‘ wurde weltweit über fünf Millionen Mal verkauft und hat zahlreiche internationale Buchpreise gewonnen.

Meine Meinung: Der Junge im gestreiften Pyjama ist ein wirklich schönes Buch. Man liest das Buch aus der Sicht von Bruno und kann dadurch seine kindliche Sicht der Dinge wundervoll nachvollziehen. Man fühlt sich wieder in seine eigene Kindheit zurückversetzt, wo nichts so wichtig war, wie Freunde zum Spielen oder ein Platz zum Verstecken. Es kam nie Langeweile auf. Und so mag auch Bruno seine Freunde und mit Langeweile kann er nichts anfangen. Als er dann aber umziehen muss und seine Freunde zurück lassen soll, ist er damit gar nicht einverstanden und redet sich immer wieder ein, dass es ja nur für kurze Zeit ist.

Im neuen Zuhause angekommen ist alles doof…sein Zimmer, die nicht vorhandene Nachbarschaft, keine Freunde zu haben und vor allem seine größere Schwester.

Bruno versucht sich also abzulenken und erkundet die Gegend, obwohl er das nicht darf. Er entdeckt, dass in unmittelbarer Nähe ein eingezäuntes Areal ist und versteht nicht, warum er nicht dort hin darf, um mit den Kindern zu spielen, die dort zu leben scheinen. Und trotzdem freundet er sich irgendwann mit einem Jungen auf der anderen Seite an, der jeden Tag einen Schlafanzug trägt…

Bruno ist einfach nur neugierig und das macht die Geschichte so schön und gleichzeitig so traurig.

Es macht Spaß mit Bruno zusammen die neue Umgebung zu erkunden und an seinen kindlichen/ naiven Gedanken und Feststellungen teilzuhaben. Der Autor versteht es wirklich, die Gedankengänge und den Sprachstil eines kleinen Jungen zu erfassen und rüberzubringen. Bruno zaubert einem einfach immer wieder während des Lesens ein Lächeln ins Gesicht.

Man sollte sich aber beim Thema Juden und Konzentrationslager im Klaren sein, dass es kein Happy-End gibt!

Fazit/ Bewertung: Ein sehr schönes und trauriges Buch zugleich.

5 punkte

Mehr als verdient 5 von 5 Punkten.

eure franny_dünn

Quellennachweis: fischerverlage.de