[Kurzrezension] Der Duft der Wildrose – C. Wilken


Inhalt: Als ihre Tante Birdie sie um sofortiges Kommen bittet, macht sich die junge Caitlin Turner auf den Weg in das hübsche walisische Küstenstädtchen Portmeirion. Dort führt Birdie einen kleinen Porzellanladen, den Cait hüten soll, während sich ihre Tante einer Operation unterzieht. Kurz bevor Birdie ins Krankenhaus geht, deutet sie Cait an, in ihrer Familie gebe es ein dunkles Geheimnis – mehr verrät sie nicht. Dann lernt Cait den wortkargen Ranger Jake kennen – und schon bald kommen sich beide einander näher. Doch Jake ist einem Verbrechen im Snowdonia Nationalpark auf der Spur, und die Ereignisse drohen sich zu überstürzen … [Quelle: randomhouse.de]

Leseprobe: *Klick*

Meine Meinung: Mein erstes Buch von Constanze Wilken und sicherlich nicht das letzte.

Ich bin sofort in die Geschichte gekommen und sie wollte mich auch nicht mehr loslassen. Es viel mir schwer, das Buch beiseite zu legen. Die Protagonisten sind sympatisch, liebenswert und kein bisschen nervig. Der Schreibstil der Autorin ist wundervoll und detailverliebt, ohne dabei langatmig zu werden. Man erlebt alles beim Lesen so, als wäre man selbst vor Ort. Doch es handelt sich hier nicht um eine schlichte Liebesgeschichte…es gibt Geheimnisse aufzudecken und so mangelt es auch nicht an Spannung. Zum Einen geht es um ein großes Familiengeheimnis, das Cait nach und nach von ihrer Tante offenbahrt bekommt und zum Anderen muss auch Jake Geheimnisse aufdecken und riskiert, bei seinen Versuchen, die Natur und ihre Bewohner zu schützen, sein Leben.

Eine wirklich schöne, spannende und atmosphärische Geschichte, die mit den Rückblicken von Birdie auch teils ‚historische‘ Elemente aufweist.

Fazit: Eine schöne Sommerlektüre, die ich im Winter genossen habe. Empfehlenswert.

Verdiente 5 von 5 Punkten. 

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[Rezension] Der Duft der Wüstenrose – Beatrix Mannel

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Inhalt:

Eine mutige Frau. Eine unsterbliche Liebe. Ein Land voller Geheimnisse

In einer kalten Winternacht im Jahr 1873 wird vor der Pforte des Klosters Reutberg ein Säugling gefunden. Nichts deutet auf die Herkunft des kleinen Mädchens hin außer einem geheimnisvoll schillernden Glasperlenarmband. Zwanzig Jahre später will Fanny endlich herausfinden, warum ihre Eltern sie so grausam verstoßen haben. Die Spur der Perlen führt sie von Bayern bis in den Süden Afrikas. In dem fernen, fremden Land lässt sie sich aus Liebe auf eine große Lüge ein, die sie in Lebensgefahr bringt und schließlich zwingt, mit ihrer neugeborenen Tochter in die Wüste Namib zu fliehen. Erst dort erfährt sie, dass die Perlen die Frauen ihrer Familie seit Generationen mit einem entsetzlichen Fluch belegen. Nur mithilfe ihrer wahren Liebe und der weisen Magierin Zahaboo kann sie ihrem Schicksal entrinnen und ihre Tochter retten.

Exotisch, farbenprächtig, magisch – große Gefühle und eine unvergessliche Reise ins wilde, weite Afrika. [Quelle: randomhouse.de]

Leseprobe: klick!

Meine Meinung: Mein zweites Buch von Beatrix Mannel und es hat mir genauso gut gefallen wie ‚Die Insel des Mondes‘. Und ich freu mich auch schon auf das neueste Buch von ihr: ‚Der Klang der blauen Muschel‘.

Wieder entführt die Autorin uns in ein fremdes Land und lässt durch ihre Worte die Landschaft und die Leute zum Leben erwachen.

Beatrix Mannel schreibt lebendig und man hat das Gefühl, zusammen mit Fanny Afrika zu erleben. Fängt man erst mal an, zu lesen, kann man nicht mehr aufhören.

Wir begleiten Fanny auf ihrem Weg in ihre Vergangenheit, denn sie versucht herauszufinden, wo sie eigentlich herkommt. Als Baby vor einem bayrischen Kloster ausgesetzt, musste sie früh lernen auf sich selbst aufzupassen und Verantwortung zu übernehmen. Fanny ist eine wundervolle Protagonistin. Sie entwickelt sich innerhalb der Geschichte weiter und wird sehr glaubwürdig dargestellt. Sie ist eine starke Frau, die sich allen Gegebenheiten anpassen kann, mögen sie auch noch so schwierig sein. Sie kämpft für ihr Leben und für das der anderen. Da sie nicht aus einem Adelshaus stammt, kann sie auch nicht verstehen, wie andere mit Angestellten teilweise umgehen.

Die Geschichte ist von Anfang an spannend und flacht auch nicht ab. Fanny muss ihre neue Identität bewahren und ihre alte zurückhalten, obwohl sie auch so gerne etwas über ihre eigene Vergangenheit in Erfahrung bringen möchte. Denn eigentlich dreht sich ja auch die gesamte Geschichte um ihr Glasperlenaarmband und dessen Geschichte. Aber sie hat ihrer sterbenden Freundin ein Versprechen gegeben und das hält sie auch, egal welche Qualen sie dafür auf sich nehmen muss.

Auch die anderen Charaktere haben mir sehr gut gefallen: Ludwig und Hermann, die Kolonialherren für die nur die weiße Hautfarbe zählt; die Angestellten in Ludwigs und Fannys Haus, die von Ludwig mehr wie Sklaven behandelt werden, obwohl sie Geld verdienen und keine Sklaven sind; John, der für Ludwig die Farm leitet, weil bestimmte Ereignisse in der Vergangenheit die beiden noch aneinander hält; Johns Mutter, die weise Frau, die mit den Ahnen spricht. Alles in allem sehr spannende und interessante Charaktere, die die Geschichte so lebendig machen.

Der Handlungsstrang hat mir auch sehr gut gefallen. Er ist abwechslungsreich und auch überraschend, an manchen Stellen auch vorhersehbar, aber das ist vertretbar. Für alle, die historische Romane mögen und gerne auf Abenteuerreise gehen.

Fazit: Eine wundervolle Reise nach Afrika. Lesenswert!

Supertolle 4 von 5 Punkten!

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[Rezension] Die Insel des Mondes – Beatrix Mannel

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Inhalt: Auf der geheimnisvollen Insel Madagaskar wartet ein schicksalhaftes Vermächtnis

Madagaskar 1880: Nach dem dramatischen Ende ihrer Ehe wagt die junge Paula auf der entlegenen Insel den Neubeginn. Auf der Vanilleplantage ihrer Großmutter Mathilde will sie deren Rezepte weiterentwickeln und den großen Traum vom einzigartigen Parfüm verwirklichen. Als Paula zusammen mit drei Männern den gefährlichen Weg durch den Dschungel antritt, ahnt sie noch nicht, wie sehr sich ihr Leben verändern wird. Und dann beschwört ihre Ankunft auf der verlassenen Plantage dunkle Geister der Vergangenheit herauf, die Paula in ein tödliches Spiel zwingen. Ein Spiel, das sie allein mit einem magischen Duft gewinnen kann, einem Duft, der nicht nur ihre Seele rettet, sondern auch ihr verwundetes Herz.

Über die Autorin: Beatrix Mannel studierte Theater- und Literaturwissenschaften und arbeitete dann als Redakteurin beim Fernsehen. Heute ist Beatrix Mannel freie Autorin und schreibt Romane für Jugendliche und Erwachsene. Nach Die Hexengabe und Der Duft der Wüstenrose ist Die Insel des Mondes ihr dritter Roman im Diana Verlag. Beatrix Mannel lebt mit ihrer Familie in München.

Der erste Satz: Es war schon öfter vorgekommen, dass Paula nicht wusste, wie es in ihrem Leben weiter gehen sollte, aber nun war sie an einem Punkt angelangt, an dem sie einfach nicht mehr weiter konnte.“

Meine Meinung: Eine spannende Abenteuerreise durch den Dschungel Madagaskas.

Die Geschichte beginnt direkt im Dschungel und ist so von der ersten Seite an spannend. Paula und ihre Reisegruppe, bestehend aus einem Arzt, seinem Begleiter/ Zeichner, einem sehr gläubigen Christ und einer einheimischen Dolmetscherin, sind auf dem Weg durch den Dschungel zur Königin von Madagaskar. Jeder hat ein eigenes Anliegen, dass er der Königin vorbringen möchte. Paula möchte von ihr wissen, wo sie das Stück Land ihrer Großmutter finden kann, das diese mit Vanillepflanzen kultiviert hatte. Denn sie möchte gerne das Erbe ihrer Großmutter antreten und ein einzigartiges Parfüm entwickeln.

Paulas bisheriges Leben wird in kleinen Rückblenden erzählt. Diese sind zum Glück auch so kurz gehalten, dass der Lesefluss nicht unterbrochen wird und trotzdem genug Informationen transportiert werden. Auch von dem Leben der Großmutter erfährt man einiges durch Briefe, die sie an Paulas Mutter geschrieben hat. Die Informationen zur Herstellung der Duftöle und Parfüms sind gekonnt in die Geschichte eingebracht worden, so wird man mit Informationen gefüttert, ohne dass es langweilig oder nervig wird.

Paula und ihre Mitstreiter haben eine Menge Gefahren zu bestehen und Schwierigkeit zu meistern. Außerdem befindet sich eine Person in dieser Gruppe, die mit falschen Karten spielt. Doch wer das ist, bleibt lange geheim. ^^

Paula ist eine sehr starke und mutige Protagonistin, die sich all den Gefahren des Dschungels stellt. Sie lässt sich nicht aufhalten und geht ihren Weg. Sie wirkt aber keinesfalls übertrieben oder unglaubwürdig in ihrem Wesen.

Die Autorin hat einen tollen Schreibstil, sehr bildhaft. Ich hatte die ganze Zeit das Gefühl, mit Paula durch den Dschungel zu laufen, die Seiten fliegen nur so dahin beim Lesen. Jedes Kapitel fängt anders an. Die normalen Kapitel fangen mit einer Beschreibung eines Duftes an. Nur die Kapitel um den ‚Maulwurf‘ fangen anders an. Das Ende hätte meiner Meinung nach zwei bis drei Seiten länger und ausführlicher sein können.

Aber nichtsdestotrotz einer super spannendes Buch und eine Leseempfehlung von mir.

Fazit/Bewertung: Eine spannende und aufregende Reise durch den Dschungel von Madagaskar und der Welt der Düfte.

5 punkte

Tolle 5 von 5 Punkten.

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Quelle: randomhouse.de

[Rezension] Totenbraut – Nina Blazon

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Inhalt: Ein schrecklicher Fluch.

Man schreibt das Jahr 1731. Für eine Handvoll Gold wird die 14-jährige Jasna von ihrem Vater an einen durchreisenden Gutsherrn verkauft. Der nimmt das Mädchen mit auf seinen Hof weit im Osten. Dort muss Jasna seinen Sohn Danilo heiraten. Schon bald merkt die junge Braut, dass es in der Familie ihres Ehemanns nicht mit rechten Dingen zugeht…

Über die Autorin: Nina Blazon wurde 1969 geboren. Sie studierte in Würzburg und Ljubljana Germanistik und slawische Sprachen. Nach dem Studium unterrichtete sie an mehreren Hochschulen. Heute ist sie freie Journalistin und Autorin und lebt mit ihrem Mann in Stuttgart. Nina Blazons Bücher wurden bereits mehrfach ausgezeichnet, u.a. mit dem Wolfgang-Hohlbein-Preis.

Der erste Satz: „Der fremde klopfte mitten in der Nacht an unsere Tür.“

Meine Meinung: Ein historischer Vampirroman, der doch keiner ist…

Das Vampirthema wird hier historisch von Nina Blazon aufgegriffen. Sie schafft es mit ihrem tollen Schreibstil die Bräuche und den Aberglauben aus dem 18. Jahrhundert in Serbien bildlich darzustellen. Wir erfahren auch was eine ‚Totenbraut‘ ist.

Neben der Zwangsehe, die Jasna mit Danilo eingehen musste, entwickelt sich auch langsam, dezent und glaubwürdig eine Liebesgeschichte zwischen Jasna und einem fahrenden Holzfäller.

Die Geschichte spielt in einer düsteren und geheimnisvollen Atmosphäre. Die Hausgemeinschaft (oder auch Familie) um Danilo verbirgt viele Geheimnisse und Jasna kommt nach und nach dahinter. Doch jedesmal wenn sie ein Geheimnis lüftet, wirkt die Familie noch verschlossener und geheimnisvoller, so bleibt bis zur letzten Seite die Spannung erhalten, denn es gibt vieles, das Jasna entdeckt…

Der Schreibstil der Autorin sehr schön und lebendig. Sie lässt die Worte zu Bildern werden.

Die Charaktere gefallen mir richtig gut. Vor allem Jasna, ihr Mann Danilo und ihr Verehrer Dusan (der Holzfäller). Jasna ist erst 14, aber durch ihre neue Lebenssituation wird sie gezwungen, erwachsen zu werden. Trotz ihrer Angst, ist sie mutig und selbstbewusst und auch sehr intelligent. Sie lässt sich nicht unterkriegen und kämpft immer weiter.
Was für ein guter Charakter Danilo ist, bekommt man erst im Laufe der Geschichte mit.
Und Dusan und Jasna sind zusammen göttlich, sie necken sich, wann immer sie sich sehen… ;)

Fazit/ Bewertung: Eigentlich mag ich nicht so gerne historische Romane, aber dieser hier ist einfach toll geschrieben. Die Geschichte ist geheimnisvoll und sehr empfehlenswert.

4 punkte
4 von 5 Punkten.

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Quelle: ravensburger.de